Biologie

Die Roßkastanien-Miniermotte Cameraria ohridella (engl. horse-chestnut leaf-miner) gehört der kleinen Schmetterlingsfamilie Gracillariidae (deutsch: Blattmotten, Tütenmotten oder Miniermotten) an.

Im Folgenden werden Merkmale und Biologie der einzelnen Stadien beschrieben (Klicken Sie auf die Bilder):

LarvenPuppenEierFalter

Es ist erstaunlich, daß die Biologie und Ökologie der Roßkastanien-Miniermotte bis 1997 kaum untersucht wurde. Die einzigen umfangreicheren Beobachtungen bis zu diesem Zeitpunkt wurden durch Pschorn-Walcher (1994) in Österreich durchgeführt. In Bayern wurde die Bedeutung dieses neuen Schädlings erst 4 Jahre nach dem Einwandern erkannt. Beigetragen zur relativ späteten Erforschung hat sicherlich, daß die Roßkastanie bei uns nicht als forstlich wichtige Baumart angesehen wird. Inzwischen wird allerdings ein wirtschaftlicher Aspekt deutlich: Baumschulen dürften kaum noch Weißblütige Roßkastanien verkaufen können. Extrakte der Früchte werden in einigen Medikamenten verwendet. Hinzu kommt, daß das Stadtbild (wie z.B. in Wien, München, Würzburg und Berlin) bereits im Sommer durch verbräunte Bäumkronen geprägt ist.


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Last modified: 23/03/03